Am 1. Februar waren Studierende der Hochschule für Öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (HöV, Mayen) angeführt von ihren beiden Dozenten Frank Lenz und Frank Regnier zum Projekttag im Rathaus in Eisenberg zu Gast. Die HöV veranstaltet derzeit Projekttage zu verschiedenen Themen, um die Theorie mit praxisrelevanten Inhalten und Beispielen anzureichern. In diesem Zusammenhang sollten den Studierenden seitens des Netzwerks Digitale Dörfer Rheinland-Pfalz digitale Best-Practices aus Rheinland-Pfalz vorgestellt werden.

So lag der Fokus des Praxistags in Eisenberg auf dem Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung vor dem Hintergrund der fortschreitenden und durch die Verwaltungen und Hochschulen mitzugestaltenden Digitalisierung. Sie gilt auch als Werkzeug der Kommunalentwicklung, um dem drohenden Fachkräftemangel gegenzusteuern. Denn Studien prognostizieren, dass in den nächsten zehn Jahren 27,1 % der Mitarbeitenden aus dem öffentlichen Dienst ausscheiden werden. Hiermit setzen sich die Studierenden der HöV beispielsweise auch im Rahmen des Wahlstudienfachs „E-Government“ oder des neu eingerichteten Studienganges „Verwaltungsinformatik“ gezielt auseinander.

Vor diesem Hintergrund berichteten Marie-Luise Selzer, Enya Eisenbarth und Julia Maurer als Vertreterinnen der Modellverbandsgemeinden auch über die Erfahrungen bei der Entwicklung und Einführung von Kommunikationslösungen wie dem DorfFunk oder einem Informationsportal. Auch über die Umsetzung virtueller Museen im Bereich Tourismus wurde mit Bürgermeister Bernd Frey angeregt diskutiert.

Die Studierenden diskutieren in Gruppen über künftige Herausforderungen.
Foto: Enya Eisenbarth
Auseinandersetzung mit innovativen Lösungsmöglichkeiten: Studierende probierten sich u. a. an der VR-Brille aus.
Foto: Enya Eisenbarth

Daraufhin erarbeiteten die Studierenden im Rahmen einer Arbeitssession auch viele eigene Ideen und Lösungsansätze für die Zukunft der öffentlichen Verwaltung, um künftig auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels als attraktiver Arbeitgeber auch in Konkurrenz zur freien Wirtschaft punkten zu können.

Dozent Frank Regnier unterstützt Studierende bei der Entwicklungen konzeptioneller Herangehensweisen.
Foto: Enya Eisenbarth

Insgesamt ein spannender Austausch für beide Seiten. So konnten die Studierenden viele interessante Eindrücke aus der Verwaltungspraxis mit nach Hause nehmen, über die sie auch in ihren eigenen Verwaltungen berichten wollen. Insgesamt also ein erfolgreicher Projekttag, denn Bürgermeister Frey sowie die Dozierenden Lenz und Regnier waren sich einig, dass die Herausforderungen von Personal- und Organisationsentwicklung in Verbindung mit Digitalisierung aufgrund ihrer Komplexität und Vielfalt nur durch behördenübergreifende Zusammenarbeit sowie eine Vernetzung von Lehre, Wissenschaft und Praxis erfolgreich gelingen kann.

v. l. n. r.: Die Dozenten Frank Regnier und Frank Lenz zusammen mit Bürgermeister Bernd Frey, Julia Maurer, Enya Eisenbarth und Marie-Luise Selzer.
Foto: Max Schumacher