Bei unserer 22. Netzwerkveranstaltung stand das Thema Cybercrime im Mittelpunkt.
Zu Gast war unter anderem Herr Daniel Wolfinger vom LKA Rheinland-Pfalz, der in der Zentralstelle für Cybercrime tätig ist. Er verdeutlichte eindrucksvoll, wie einfach es heutzutage geworden ist, Hackerangriffe zu starten – sei es durch den kostengünstigen Erwerb entsprechender Dienste oder durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Umso wichtiger ist es, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, denn die Frage lautet nicht ob ein Angriff geschieht, sondern wann. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit analoger Notfall-Checklisten sowie klar definierter Rollen und Zuständigkeiten. Jeder Mitarbeitende in einer Verwaltung muss wissen, welche Schritte im Ernstfall einzuleiten sind und wie zu reagieren ist.
Darauf aufbauend berichtete Herr Andreas Scheidle von der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land aus der Praxis. Er zeigte, wie seine Verwaltung bereits vorgesorgt hat und welche Strukturen dort etabliert wurden. Deutlich wurde auch hier, dass die Verantwortung beim Bürgermeister liegt und anschließend IT, Datenschutz und weitere Bereiche folgen. Klar ist jedoch: Cyber-Sicherheit ist eine Aufgabe für alle.
Anhand konkreter Beispiele verdeutlichte er, wo Risiken lauern – etwa beim Laden privater Handys am Arbeitsrechner – und welche internen Dienstanweisungen hier greifen. Außerdem stellte er die Arbeit mit einer Risikomatrix vor, mit der sich Prioritäten übersichtlich darstellen lassen. Entscheidend für jede Verwaltung bleibt eine klare, einheitliche Dokumentation sowie eine gründliche Vorbereitung auf den Ernstfall.
Mit beiden Referenten standen uns hervorragende Ansprechpartner zur Verfügung, die praxisnah aufgezeigt haben, wie Verwaltungen wirksam auf Cyberangriffe reagieren können.

